Donnerstag, 28. Februar 2013

Katharina tanzt

Heute mal wieder Neuigkeiten aus Uganda. Nachdem ich jetzt wieder von meinen „Geschäftsreisen“ zurück bin, geht das Alltagsleben in Kampala weiter. Ich hatte ja schon mal berichtet, dass ich Sonntag abends Salsa tanzen war, ohne jegliche Tanzkenntnisse zu haben. Seit letzter Woche arbeite ich daran, das zu ändern und gehe jetzt 2x die Woche zur Salsatanzstunde. Es macht Spaß, aber ich fühle mich im Vergleich zu den Ugandern echt wie ein Trampeltier. Aber es gibt auch ein paar andere tanzende Europäer. Daneben fühle ich mich dann nicht mehr ganz so ungelenkig. Vielleicht schaff ich es dann bis zu meiner Abreise einen vollständigen Tanz ohne auf die Füße zu trampeln oder sonst herumzustolpern ;-) Ein mal im Monat geben die Tanzlehrer eine Latin Dance Show. Diese hab ich mir gestern angeschaut. Bis ich so tanzen kann wird es noch lange dauern. Bevor jetzt jeder denkt, dass hier nur Salsa getanzt wird, muss ich noch über meine anderen Tanzerfahrungen berichten. Hier gibt es natürlich auch Clubs und open-air Bars, wo jeder tanzt. Und lange tanzt man nicht alleine, ein männliches Wesen ist schneller zu Stelle als man schauen kann. Und wenn man sich nicht wehrt, ist auch schnell kein Millimeter Platz zwischen ihm und ihr. Was dann besonders unangenehm wird, wenn das Deo bei den Herren der Schöpfung versagt oder sie es einfach gar nicht nehmen. Wo ich mir immer die Frage stell, wieso die Deoindustrie nicht einfach ihre Deos billiger machen kann?! Sie sind hier nämlich relativ gesehen echt teuer.

Sonntag, 24. Februar 2013

Unterwegs mit der Arbeit

Ende Januar hieß es für mich das erste Mal raus aus Kampala mit der Arbeit. Ich durfte mit zum IYOP (interparty youth platform) Workshop nach Mbarara. IYOP ist eine überparteiliche Plattform für Nachwuchspolitiker der sieben großen ugandischen Parteien. In den Workshops werden die jungen Menschen über „Leadership“ und Demokratie aufzuklären. Aber ich will jetzt nicht über die Inhalte referieren. Erstmal war ich echt erstaunt, dass die meistens relativ pünktlich waren. Aber genügend andere Sachen passieren auf so einem Workshop. Jede Partei darf 5 Mitglieder aussuchen und muss deren Namen einreichen. Ab 5 Tage vor dem Workshop sind keine Änderungen mehr möglich. Aber natürlich waren am Workshop dann ein paar Teilnehmer da, die nicht auf der Liste standen. Immerhin waren aber pro Partei nur 5 Mitglieder da, sodass wir das tolerieren konnten. Auf dem Rückweg hieß es dann einkaufen. Meine Kollegen haben alles mögliche auf dem Weg gekauft, da es billiger und besser ist. So hatten wir am Ende einen Kofferraum voller Fleisch, Obst, Gemüse und Milch. Mit den ganzen Stopps dauerte die Fahrt für ca. 250km dann auch gleich mal 6h. Mein zweiter „Ausflug“ ging ein Tag nach der Rückkehr los. Diesmal ging es nach Masaka mit dem EU-Projekt. Erstmals hatte ich auch mehr zu tun und war nicht nur mehr oder weniger Zuschauer. 5 Tage lang habe ich mir mit 3 weiteren Personen, die wir innerhalb des Projekts trainiert haben, einen Überblick über Demokratie, gute Regierungsführung, Rechenschaftspflicht und Menschenrechte im Distrikt gemacht. Dazu haben wir verschieden Dokumente des Distriktrats analysiert und Interviews geführt. Die Leute im Distrikt waren sehr kooperativ. Am ersten Tag hat uns die Distriktsprecherin allen wichtigen Leuten vorgestellt, sodass diese Bescheid wussten. Auch ein Interview mit ihnen zu führen war kein Problem. Ohne große Schwierigkeiten konnten wir unsere Aufgabe erfüllen und waren daher auch schon früher fertig. Da der IYOP Workshop auch in Masaka war, bin ich noch eine Nacht länger geblieben um mit unserem Fahrer zurückzufahren. Dafür bin ich auch in das Hotel umgezogen, wo der Workshop war, und habe das letzte Zimmer ergattert, das dann zufällig die Suite war. So hab ich für eine Nacht in größeren Räumlichkeiten verbracht wie wohl das ganze letzte Jahr nicht. Das hat aber leider nicht zur Qualität meines Schlafes beigetragen, da bescheuerte Menschen meinten sie müssten 2x nachts auf meinem Zimmertelefon anrufen. Nach 2 Nächten in Kampala ging es auch schon wieder weiter. Eigentlich war es nicht geplant, dass ich nochmal weg sollte, aber es gab nicht genügend Leute. Also bin ich wieder mit dem EU-Projekt unterwegs. Diesmal in Mbarara. Die Arbeit, die wir machen, ist die gleiche, aber ungleich schwerer, da die Personen nicht auf unseren Besuch vorbereitet sind und weniger kooperativ sind. Trotzdem eine interessante Erfahrung.

Samstag, 16. Februar 2013

Children Reach Out Uganda

Über facebook habe ich Edwin kennengelernt, der eine NGO hier in Kampala hat, die Kindern im Slum von Nakulabye eine Freizeitbeschäftigung und Unterstützung beim Lernen bietet. Zuerst hab ich mich mit ihm einmal getroffen und er hat mir sein Vorhaben erklärt, Zeitungsartikel und Fotos von Veranstaltungen gezeigt und natürlich mich aufgefordert viele Unterstützer zu finden. Bisher ist er mehr oder weniger ein Ein-Mann-Betrieb mit ein paar Teilzeitfreiwilligen. Ich hab beschlossen mir auf jeden Fall seine Arbeit vor Ort anzuschauen und so kam es, dass ich letzten Sonntag nach Nakulabye gefahren bin. An der Hauptstraße, wo ich von Edwin abgeholt wurde, sah es noch aus wie auf allen anderen Straßen hier auch. Aber dann gingen wir zwischen die Häuser und schon änderte sich das ganze Bild. Die Kinder kennen Edwin natürlich schon und wir wurden von allen begrüßt und sie folgten uns zu einer Art Hinterhof, wo er seine Aktivitäten durchführt. Hier ist es mir auch zum ersten Mal passiert, dass ein kleines Mädchen kam, mich ganz schnell am Arm berührt hat und dann verschüchtert wieder weggerannt ist. Die Kinder haben dann Holzbänke herangetragen und da sich unsere Ankunft rumgesprochen hat, wurden es immer mehr und mehr. Der Hinterhof gehört zu einer Art Krankenstation, die eine ehemalige Hebamme, die wie ich später herausgefunden habe, sogar Prinzessin ist, betreut. Sie gibt den Kindern meistens kostenlos Medikamente und hat den meisten von ihnen auch auf die Welt geholfen. Und ein paar Minuten bevor wir ankamen, wurde ein kleiner Junge geboren. Wir waren die ersten Besucher und ich hätte dem kleinen Mann sogar einen Namen geben dürfen. Dafür war ich dann doch zu überrumpelt und überließ das lieber den Eltern. Nachdem dann alle Kinder versammelt waren, wurde Papier und Stift ausgeteilt und ein Wasserkanister auf einen Barhocker gestellt, den die Kinder abmalen sollten. Ich war echt erstaunt wie gut die Kinder zugehört haben und meistens auch ruhig da saßen und gemalt haben. Am Ende gab es dann noch ein paar Farben, um das Bild zu vervollständigen. Als sie fertig waren, hab ich alle Bilder eingesammelt und danach wurde jeder aufgerufen, und nach Alter und Berufswunsch gefragt. Als krönender Abschluss hab ich von jedem noch ein Foto gemacht, was sie alle total super fanden und bestaunt haben. Anschließend sind wir zu einer Kirche gegangen, wo Edwin auch Aktivitäten mit den Kindern durchführt. Wir waren noch nicht richtig da stürmten 5 Kinder auf mich zu und ich wurde von allen umarmt und dann an den Armen genommen, genügend Hände für alle hatte ich halt nicht. In der Kirche wurde ich dann dem Pastor und anderen Funktionären vorgestellt und musste mich sofort ins Gästebuch eintragen. Edwin hat mir dann noch ein Film über ein HIV-positives Mädchen gezeigt, die über Vorurteile und ihre Probleme berichtet hat, aber inzwischen dank Stipendien studiert. Den Film möchte er nutzen, um die Kinder und Familien hier aufzuklären, da Aids verbreitet ist, aber so gut wie niemand darüber spricht, da man sonst von der Gesellschaft ausgestoßen wird. Dann musste ich leider wieder zurück. Es waren ein paar sehr beeindruckende und mir immer in Erinnerung bleibende Stunden. Ich möchte auf jeden Fall ab und zu mithelfen und wenn es nur ist, den Kindern ein paar Wörter Englisch beizubringen.

Dienstag, 12. Februar 2013

Essen und Einkaufen

Wie ich ja bereits berichtet hab, lebe ich hier ohne Kühlschrank. Nach 3 Wochen kann ich sagen, dass es recht gut funktioniert, aber ich doch auf einiges verzichte. Eine große Hilfe ist einerseits, dass man sehr billig Essen im Restaurant bzw. auf der Straße bekommt und andererseits meine Mitbewohnerin Martha viel zu Hause ist und auch kocht. Mittags geh ich meistens ins Restaurant, zu einem Bäcker oder wir bestellen mit unseren Kollegen. Ein Restaurantessen kostet durchschnittlich 10.000, 3 Stücke (Samosa, Dognuts, Sausage Roll) beim Bäcker ca. 5.000 und eine halbe Portion im Büro, eine ganze ist viel zu groß, 1.500 UGX. Entsprechend dem Preis schmeckt das Essen auch. Die Optionen im Büro sind doch recht begrenzt auf Reis und Bohnen, Reis und Hühnchen oder Matoke und G-Nut Soße. Ein bis zwei Mal die Woche kann man das schon essen, aber nicht öfter. Außerdem ist die halbe Portion schon so riesig, dass ich richtig kämpfen muss alles aufzuessen. Etwas übrig lassen darf man aber nicht. Auch im Restaurant darf maximal ein bisschen Beilage übrig bleiben, dafür ist es überhaupt kein Problem sich das Essen einzupacken. Auch zu Hause muss ich wenn Martha kocht immer viel essen, sonst ist sie fast schon beleidigt. Inzwischen weiß sie aber, dass ich einfach nicht so viel essen kann und ich darf mir selber auf den Teller laden. Einkaufstechnisch gesehen, gibt es hier alles. Es ist teilweise zwar nur in den riesigen Supermärkten zu finden, aber da ist es(sogar nutella). Schwer zu bekommen ist guter Käse, ich hab bisher keinen guten in der geringen Auswahl gefunden. Und ohne Kühlschrank muss ich dann auch immer einen Käsetag einlegen, damit er nicht schlecht wird. Verhältnismäßig teuer ist er zudem auch noch. Es ist eben einfach kein Produkt, das hier gegessen wird. Wurst als Aufschnitt gibt es auch nur in großen Supermärkten an der Theke. Darauf hab ich bisher verzichtet, da die Auslage nicht aussieht, als hätte man es probieren müssen. Neben den großen Supermärkten, wo eigentlich auch nur die reichen und weißen einkaufen, gibt es viele kleine, wo man auch alles bekommt und eigentlich verkauft auch jeder irgendwas am Straßenrand. Das Angebot reicht von Essen und Getränken über Obst und Gemüse bis zu Schuhe und Gürteln. Ein besonderes Erlebnis war mein Besuch auf dem Nakawa Markt. Da ich sowieso einkaufen musste und unbedingt mal auf einen großen Markt wollte, hab ich einfach Martha eingepackt und wir sind dorthin gefahren. Alleine wäre ich wohl auch ziemlich verloren gewesen. Auf den Märkten gibt es auch alles zu kaufen. Aber hauptsächlich Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch. Wir haben Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Gurken, Auberginen, Bananen, Ananas, Zucker, Öl und Eier gekauft. Martha hat geredet und ich bezahlt. Man sagt hier auch nicht wie viel man will, sondern wie viel man ausgeben will. Dann wird einem gezeigt wie viel man dafür bekommt und entweder man nimmt’s oder geht halt zu einem anderen. Das Angebot ist groß genug. Die Verkäufer packen auch immer noch ein bisschen mehr ein, sodass es für deutsche Verhältnisse echt billig ist. Auf dem Markt war ich wirklich der einzige Mzungu. Und natürlich wird man auch von jedem angesprochen und alle wollen, dass man bei ihm einkauft. Trotzdem empfand ich nicht aufdringlich und vor allem sind alle einfach total nett und freundlich.
Auch Klamotten einkaufen war hier ein Erlebnis. Losgezogen bin ich um eine Hose zu kaufen und bevor ich die normalen Läden für die Reichen ausprobieren wollte, hab ich erstmal nach billigeren Alternativen geschaut. Auf den Kleidermarkt hab ich mich dann doch erstmal nicht getraut und mein Verhandlungsgeschick ist auch noch ausbaufähig. Da ich aber den Name eines Second-Hand-Landens von Maike hatte, die einige Filialen hier haben, bin ich auf die Suche nach einer von diesen gegangen. Es war auch nicht schwer. Ich bin im Taxi an einer vorbeigefahren, hab es anhalten lassen und bin rein. Da gerade Ausverkauf war, gab es alle Klamotten für 1.000 UGX das Stück. Da es keinerlei Sortierung gab, musste ich einmal durch alles durchschauen. Aber schön fand ich nichts oder man hat gleich auf den ersten Blick gesehen, dass ich nie und nimmer reinpassen werde. Also bin ich weiter gezogen. Und durch Zufall bin ich noch auf eine andere Filiale gestoßen. Hier gab es jedes Stück für 500 UGX. Hier war die Suche nach einem passenden Stück noch komplizierter. Da ca. 80% des Angebots auf einem großen Haufen auf dem Boden lagen. Irgendwie hab ich dann aber doch 2 Hosen herausgefischt die in Ordnung aussahen und auch einigermaßen passen sollten. So hab ich die wohl billigsten Klamotten meines Lebens erstanden.

Sonntag, 10. Februar 2013

Ndere Group

Wenn man ugandische Tänze und Musik sehen bzw. hören will, muss man im Ndere Center vorbeischauen. Da ich praktischerweise nur über die Straße vom Center wohne, hab ich die Show am Sonntag Abend angeschaut. Es wurden verschiedene Lieder und Tänze aus den verschiedenen Regionen Ugandas aufgeführt. Durch das Programm hat noch ein lustiger und durchaus auch kritischer Moderator geführt. Neue Sachen habe ich auch gelernt, z.B. weiß ich jetzt wofür OBAMA steht (Original black African managing America). Des Weiteren gab es auch wieder interessante Dinge zu beobachten. Da Sonntag Abend Familienshow ist, gab es einen Teil, in dem die Kinder auf die Bühne kamen und der Moderator diverse Sachen mit ihnen gemacht hat. Unter anderem mussten sie sich hinlegen und die Augen schließen. Der Moderator ist solange ins Publikum und als die Kinder die Augen wieder öffneten, sollten sie ihn suchen. Ich fand es erstaunlich, dass ca. 90% der Kinder zum Lautsprecher gerannt sind, um ihn dort zu suchen. Hier noch ein paar Fotos, die natürlich nicht wirklich das zeigen können, was zu sehen war.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Erste Eindrücke

Nachdem ich unter der Woche von 9-17 Uhr arbeite und mich erstmal wieder ans Arbeiten gewöhnen musste, hab ich die ersten Abende zu Hause verbracht. Daher wollte ich das erste Wochenende gleich nutzen, um zumindest etwas von Kampala zu sehen. Martha musste leider arbeiten und da ich sonst noch niemanden kannte, bin ich eben alleine losgezogen. Ohne große Vorbereitung, die Reiseführer sagen nicht wirklich viel über Kampala aus, bin ich also los. Letztendlich bin ich nur eine Straße auf und ab gelaufen. Aber um einen ersten Eindruck zu bekommen war das schon ausreichend. Neben vielen Restaurants gibt es kleine Läden und Straßenhändler. Sehr angenehm war, dass man relativ in Ruhe gelassen wird. Außer die Boda-Fahrer, die einen ständig anhupen und ihr Geschäft wittern, wurde ich nur von einem Herrenschuhverkäufer angesprochen. Weiter ist mir aufgefallen, dass im Vergleich zu Namibia kaum Weiße zu sehen sind. In den ganzen 3h die ich rumgelaufen bin, hab ich max. 10 andere Weiße bemerkt. Anschließend habe ich mich mit Maike bei der Gaddafi-Moschee getroffen, die wir uns gemeinsam angeschaut haben. Als erstes wurden wir verhüllt. Ein Tuch als Rock um den Bauch und eines um den Kopf. Aber nicht wie in der Türkei, wo wir das mehr oder weniger gut selber machen durften, sondern richtig professionell, sodass zumindest am Anfang kein Haar rausgeschaut hat. Nach etwas hin und her bewegen, hatte ich zumindest wieder das Gefühl atmen zu können. Aber die Hitze darunter war echt unerträglich.
Dann ging es in die Moschee. Sie ist die zweit größte in Afrika. Von der Größe ist sie auch echt beeindruckend, aber von den Verzierungen lohnt sich der Besuch nicht wirklich. Am Ende der Führung ging es noch aufs Minarett. Hätte ich das vorher gewusst, wäre ich an einem kühleren Tag gekommen. Die vielen Stufen in einem engen Rock und mit Kopftuch waren bei der Hitze keine Freude. Dafür hat uns aber ein wunderschöner Ausblick über Kampala entschädigt.
Am Sonntag war dann erstmal entspannen angesagt. Am späten Nachmittag bin ich dann mit Martha Salsa tanzen gegangen. Jeden Sonntag ist am National Theatre Salsa für jedermann. Die Hinfahrt war meine erste Fahrt in einem Taxi. Bisher hab ich mich noch nicht richtig getraut, da man wissen muss, wo man hin will und wo man aussteigen muss. Ansonsten sind sie eine ganz gute Alternative zu Bodas. Sie kommen zwar nicht ganz so schnell durch den Verkehr und halten alle paar Meter um Leute ein- und aussteigen zulassen. Dafür sind sie einfach total billig. Eine Fahrt ins Zentrum, was ca. 9km sind, kosten 1500 UGX und ich komme ohne Umsteigen hin. Sie sind auch einigermaßen bequem und nicht überfüllt. Im Normalfall werden die 3 Personen pro Sitzreihe eingehalten. Dafür wartet man aber auch bis genügend Leute da sind bis losgefahren wird. Auf jeden Fall bin ich ohne Probleme am National Theatre angekommen, da Martha natürlich weiß wo wir hinmussten. Der Abend war ganz interessant. Zuerst konnte man Salsaunterricht nehmen und dann war Tanzen für alle. Ich habe mich erstmal aufs zuschauen beschränkt. Später hat der Tanzlehrer mir versucht ein paar Schritte beizubringen. Aber ich bin wohl ein hoffnungsloser Fall. Und neben den Afrikanern, die das Rhythmusgefühl einfach im Blut haben, sieht jeder Weiße, tanzt er noch so gut, einfach total laienhaft aus.

Dienstag, 5. Februar 2013

Der erste Arbeitstag

Am nächsten Morgen hieß es dann auf zur Arbeit. Netterweise wurde ich nochmal von Richard abgeholt. Erstmal war aber niemand anwesend, der sich für mich zuständig fühlte. Also hab ich die Zeitung bekommen. Dann kam Maike, die andere Praktikantin, und wir konnten in unser Büro. Sie hat mir dann ein paar Sachen erklärt und dort hatte ich auch Internet, sodass ich zumindest beschäftigt war. Zur Mittagszeit hatte dann auch die Leiterin des Büros Zeit und ich wurde noch ein paar Mitarbeitern vorgestellt und bekam eine kleine Einführung auf dem Balkon. Irgendwas muss dort aber gewesen sein, worauf ich allergisch reagiert habe. Zumindest sind meine Augen immer weiter angeschwollen und ich muss schrecklich ausgesehen haben. Dann hat es auch noch zu regnen angefangen und somit ist die Mittagspause dann auch noch ausgefallen. Nachdem meine Augen nachmittags auch nicht besser wurden, bin ich nach der Arbeit zu einem Arzt. Maike hatte mir einen empfohlen. So kam ich dann auch zu meiner ersten Boda-Fahrt. Boda Boda sind hier neben Matatus/Taxis der ÖPNV. Bodas sind Motorräder auf denen so ziemlich alles transportiert wird. Matatus/Taxis sind Minibusse, die auf bestimmten Routen fahren, die der Kassierer ausposaunt. Und eigentlich halten sie überall. Nachdem ich dem Bodafahrer gesagt hatte, dass es mein erstes Mal ist, ist er auch wirklich schön langsam gefahren. Nach einer Stunde Wartezeit(ich hätte mit viel mehr gerechnet) kam ich dann schon dran und bekam ein paar Pillen mit nach Hause. Zurück ging es natürlich auch mit dem Boda. Diesmal waren die Straßen aber viel leerer, sodass er recht schnell fahren konnte. Ein bisschen Schiss hatte ich da schon.